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Definition und Klassen einer Deponie

Deponien sind Abfallbeseitigungsanlagen für die unbefristete Ablagerung von Abfällen. Je nach Schadstoffgehalt werden die Abfälle Deponieklassen zugeordnet, die einen unterschiedlichen Grad an Sicherheitsvorkehrungen aufweisen. Zuordnungswerte für den Schadstoffgehalt bestimmen, welcher Abfall auf welcher Deponieklasse abgelagert wird.

Folgende Deponieklassen sind zu unterscheiden:

Deponieklasse. typischer Abfall.
Deponieklasse 0 unbelasteter Boden
Deponieklasse I Bauschutt, Boden, Schlacken (mineralische Abfälle)
Deponieklasse II Gewerbeabfälle
Deponieklasse III Sonderabfälle
(oberirdische Ablagerung)
Deponieklasse IV Sonderabfälle (Untertageablagerung)

Deponien verfügen über Sicherungssysteme und Betriebseinrichtungen, die eine umweltverträgliche Ablagerung sicherstellen. Je nach Gefährlichkeit des Abfalls sind diese Systeme unterschiedlich aufwändig aufgebaut. Das Ziel ist, Deponien so zu errichten, dass sie emissionsarm sind und so wenig Nachsorgeaufwendungen, wie möglich erfordern. Der „Lebenszyklus“ einer Deponie kann in verschiedene Zeitphasen eingeteilt werden, deren Ablauf rechtlich definiert ist und in denen unterschiedliche technische Maßnahmen getroffen werden müssen.

(Quelle: Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW unter www.lanuv.nrw.de)

Das Grundprinzip der Abfallablagerung

Das Grundprinzip der Abfallablagerung

Zuordnungswerte bezogen auf das Schutzgut Wasser

  • mit steigender Deponieklasse steigen die Zuordnungswerte
  • mit steigender Deponieklasse steigen die Anforderungen an die Sickerwasserbehandlung
  • DK 0 Einleitung uneingeschränkt, Zuordnungswerte < Trinkwasser, geologisch günstiger Standort, keine Abdichtung
  • DK I Einleitung gemäß Abwasserverordnung, Einleitung in das öffentliche Kanalnetz, Sickerwasser analog Abwässern aus privaten und gewerblichen Herkunftsbereichen, Behandlung über Klärwerk. Geologisch günstiger Standort, Abdichtung Basis – und Oberfläche
  • DK II, III Einleitung angelehnt an Abwasserverordnung, Sickerwasserbehandlung erforderlich. Nach Unterschreitung der Grenzwerte der Abwasserverordnung Einleitung in Kanalnetz möglich. Geologisch günstiger Standort, doppelte Abdichtung Basis – und Oberfläche.

Abfalleinstufung – gefährliche Abfälle –

  • Objektiv:
    Anhand der Vorgaben der Gefahrstoffverordnung werden Merkmale identifiziert. In mineralischen Abfällen z.B. Schwermetalle, Reste von Teer (Straße, Kohleverarbeitung, Verbrennung).
  • Subjektiv:
    Sicherheitsbedürfnis des Erzeugers, auch wenn objektive Kriterien nicht erfüllt sind.
  • Grundsatz: § 6 DepV – auf Deponien der DK I dürfen „gefährliche Abfälle“ abgelagert werden, wenn die Zuordnungskriterien erfüllt sind.
  • Die Zulässigkeit der Ablagerung wird von der Behörde im Einzelfall geprüft. gesonderter Schüttbereich, sofortige Abdeckung.